9. Spieltag Männer BOL 2017/2018

Blackoutphase kostet den Sieg im 4-Punktespiel

TUS Vollnkirchen 1 - MSG Florstadt/Gettenau 22:30 (8:19)

"In der ersten Halbzeit haben wir uns abschießen lassen wie die Hasen", ärgerte sich Fabian Friedrich über den Auftritt seiner Schützlinge. Mit 0:3 nach 3 1/2 Minuten legte der TUS einen klassischen Fehlstart hin. Beim 6:7 nach 12 Minuten war die Mannschaft wieder dran, hatte in der Folge aber einen totalen Blackout. Ab dem 8:10 in der 17. Minut gelang dem TUS kein Treffer mehr. Die Gäste zogen bis zur Halbzeit auf 8:19 davon. Das Spiel im zweiten Abschnitt stimmte den Vollnkirchener Trainer immerhin versöhnlich. Hier hatte Fabian Friedrich die Deckung von 6:0 bzw. 5:1 auf 3:2:1 bzw. 3:3 umgestellt, und nun lief es wesentlich besser bei Vollnkirchen. Gleich nach dem Wiederanpfiff zeigte die Mannschafft Reaktion und Körpersprache und holte schnell 2 Tore auf.  Der Rückstand wurde nach und nach verringert, allerdings geriet der Gästesieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Die Hypothek aus dem ersten Durchgang erwies sich als zu schwer. "Wir konnten nur noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben", bedauerte der TUS-Coach.

Tore Vollnkirchen: Planer (6), David Friedrich, Repp (je 4), Schindowski (3/2), Ruppert (2/2), Hanika (2), Wilhelmi (1). - Florstadt/Gettenau: Lehr (8/6), zur Heiden (7), Wenisch (6), Baumgartl (3), Wagner, Neuhalfen (je 2), Glaub, Starck (je 1).

 

 

Schäfer sieht "heroischen Kampf"

BEZIRKSOBERLIGA MÄNNER Hungen/Lich scheitert knapp an Primus / Schlapp wirft Lumdatal zum Sieg / Horror-Start für TuS

 

GIESSEN - (hse). Keine Blöße gaben sich am neunten Spieltag in der Handball-Bezirksoberliga die beiden führenden Mannschaften. Zwei wichtige Punkte fuhr auch die HSG Lumdatal ein. Pohlheim II kassiert eine deutliche Heimniederlage gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III.

HSG Hungen/Lich - TG Friedberg 34:35 (15:17): Trotz der Niederlage war Carsten Schäfer, Trainer der HSG Hungen/Lich, begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft gegen den Tabellenführer: "Wir haben einen heroischen Kampf geliefert", stellte er nicht ohne Pathos fest. Bis zum 5:5 (12.) war es ein Spiel auf Augenhöhe, dann aber schienen die Wetterauer davonzuziehen. 11:14 hieß es nach 24 Minuten. Durch Luca Macht, Timo Metzger (je zwei) und Alexander Schwellnus stellten die Gastgeber bis zur 40. Minute den 21:21-Gleichstand her. Der Treffer von Schwellnus in der 47. Minute zum 26:25 bescherte der HSG sogar die erste Führung im zweiten Abschnitt, ehe Gästespieler Elvin Petrosanec mit vier Treffern die TG auf die Siegerstraße warf. 34:30 für Friedberg in der 56. Minute, doch mit einer Energieleistung kam Hungen/Lich noch einmal auf 34:35 heran. Am Ende stellte Schäfer fest: "Wir haben 99,8 Prozent abgerufen, bei 100 Prozent hätten wir nicht verloren."

Tore Hungen/Lich: Kümpel (7/4), Macht, Schwellnus (je 6), Dell (5), Marek, Metzger (je 4), Menges (2). - Friedberg: Avemann (11/4), Petrosanec (7), Zinnel (6), Schmidt (4), Ploner (3), Pozgai (2), Mahr, Vellenzer (je 1).

HSG Lumdatal - HSG Wettertal 26:25 (13:15): "Es war ein glücklicher Sieg", musste hinterher Lumdatals Trainer Clemens Bukschat einräumen. Die Gäste warfen nach der ausgeglichenen Anfangsphase immer wieder eine Führung heraus, der die Hausherren hinterherrennen mussten. Immerhin eröffnete der Halbzeitstand von 13:15 noch alle Möglichkeiten für den zweiten Durchgang, in dem die Gäste bis zur 45. Minute bei eigener 22:19-Führung die Lumdataler auf Distanz hielten. Aber Lars Schmidt, Christian Herzberger und Tim Marondel stellten innerhalb von knapp drei Minuten den Gleichstand zum 22:22 her. Die Wende war das aber noch nicht. In der 56. Minute lag der Gast wieder mit zwei Toren vorn (23:25), ehe Florian Kuhnhenne und Lorenz Heß zum 25:25 ausglichen, obwohl sich die Hausherren in dieser Phase in Unterzahl befanden. Durch Jonas Schlapp kamen die Lumdataler 44 Sekunden vor dem Ende zu ihren 26. Treffer.

Tore Lumdatal: Heß (8/3), Marondel, J. Schlapp (je 4), Ziegler (3), Schmidt, Herzberger, Fey (je 2), Kuhnhenne (1). - Wettertal: Metzger (9/3), Boller (6), T. Kreuzer (4), Wießner, Mandler (je 2), Raab, Bergemann (je 1).

SG Kleenheim II - TSF Heuchelheim 24:28 (13:15): Zufrieden waren hinterher beide Trainer nicht. Die Partie begann für die Gastgeber recht vielversprechend. Doch nach dem 7:7 (14.) gingen die Heuchelheimer in Führung und bauten den Vorsprung weiter aus. "In dieser Phase haben wir sechs, sieben 'Freie' vergeben", berichtete SG-Coach Micha Wiener. Die Folge: Die TSF zogen bis vier Minuten vor dem Seitenwechsel auf 15:11 davon, mussten die Gastgeber wieder auf zwei Treffer herankommen lassen. Nach Wiederbeginn erhöhte Henry Rinn per Strafwurf auf 16:13 für die TSF, die sich danach aber plötzlich mit 16:17 im Hintertreffen sahen. In den letzten zehn Minuten aber dominierten die Heuchelheimer und zogen davon.

Tore Kleenheim II: P. Schäfer (9/2), Faatz (6), Rehorn (4), Dilges (2), Hanika, Tonhäuser, Herbel (je 1). - Heuchelheim: Bley (7/2), B. Hofmann (4), Kaplan, Schmidt, Weber, Los Santos (je 3), Koch (2), Rinn (1/1), N. Hoffmann, Kruse (je 1).

HSG Pohlheim II - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 21:28 (9:8): Jan Wüst war alles andere als zufrieden. "Es war eine schwache Vorstellung", befand der Trainer der Pohlheimer Zweiten. In der ersten Halbzeit lief es noch recht gut für seine Mannschaft, aber nach dem Wechsel fanden die Gastgeber kaum ein Mittel gegen die 3:2:1-Deckung der "Dritten" aus Dutenhofen und Münchholzhausen. Gästetrainer Torben Wegner freute sich darüber, dass die Deckung seiner Mannschaft über die gesamten 60 Minuten so gut funktionierte. Trotz des klaren Sieges hatte er jedoch in einer Hinsicht Anlass zur Kritik: "Wir haben fünf Siebenmeter verworfen." So musste er bis zur 50. Minute warten, bis seine Mannschaft entscheidend davonzog.

Tore Pohlheim: Koppermann (5), Kreß (4/1), Schäfer (4), Wiedemann, Trotz, Schüler (je 2), Dönicke, Schmandt (je 1). - Dutenhofen/Münchholzhausen III: Müller (8/6), Wallwaey (7), Agel (5), Schmidt (3), Kaiser (2), Scholz, Rompf, Unger (je 1).

TuS Vollnkirchen - MSG Florstadt/Gettenau 22:30 (8:19): "In der ersten Halbzeit haben wir uns abschießen lassen wie die Hasen", ärgerte sich Fabian Friedrich über den Auftritt seiner Schützlinge. Mit 0:3 nach 3 1/2 Minuten legte der TUS einen klassischen Fehlstart hin. Beim 6:7 nach 12 Minuten war die Mannschaft wieder dran, hatte in der Folge aber einen totalen Blackout. Ab dem 8:10 in der 17. Minut gelang dem TUS kein Treffer mehr. Die Gäste zogen bis zur Halbzeit auf 8:19 davon. Das Spiel im zweiten Abschnitt stimmte den Vollnkirchener Trainer immerhin versöhnlich. Hier hatte Fabian Friedrich die Deckung von 6:0 bzw. 5:1 auf 3:2:1 bzw. 3:3 umgestellt, und nun lief es wesentlich besser bei Vollnkirchen. Gleich nach dem Wiederanpfiff zeigte die Mannschafft Reaktion und Körpersprache und holte schnell 2 Tore auf.  Der Rückstand wurde nach und nach verringert, allerdings geriet der Gästesieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Die Hypothek aus dem ersten Durchgang erwies sich als zu schwer. "Wir konnten nur noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben", bedauerte der TUS-Coach.

Tore Vollnkirchen: Planer (6), David Friedrich, Repp (je 4), Schindowski (3/2), Ruppert (2/2), Hanika (2), Wilhelmi (1). - Florstadt/Gettenau: Lehr (8/6), zur Heiden (7), Wenisch (6), Baumgartl (3), Wagner, Neuhalfen (je 2), Glaub, Starck (je 1).


 

 

Das sagt die Wetterauer Presse:

Bei den Bezirksoberliga-Handballern der MSG Florstadt/Gettenau ist der Knoten zum richtigen Zeitpunkt geplatzt. Mit 30:22 (19:8) wiesen sie den Tabellennachbarn TuS Vollnkirchen eindrucksvoll in die Schranken. »Für beide Teams war dieses Match eines dieser Vier-Punkte-Spiele«, stellte MSG-Betreuer Alex Heidl den Stellenwert des Erfolgs heraus.

Seine Mannschaft war von Beginn an hellwach und zog schnell auf 4:1 davon. Zwar kam die TuS kurzfristig noch einmal in Schlagdistanz (6:8/13. und 8:10/17.), aber dies erwies sich lediglich als Strohfeuer. Mit einem 9:0-Lauf innerhalb der verbleibenden 13 Minuten der ersten Hälfte war die Frage nach dem Sieger bereits zur Pause quasi beantwortet. Erst nachdem Kim Lehr mit seinem Treffer zum 28:15 die höchste Führung erzielt hatte, nahmen er und seine Mannschaftskameraden den Fuß vom Gaspedal und gestatteten Vollnkirchen in der verbleibenden Spielzeit eine leichte Resultatsverbesserung. Als einen »Erfolg des mannschaftlichen Kollektivs« bezeichnete man im MSG-Lager den Sieg. Dennoch können einige Spieler hervorgehoben werden. Der angeschlagen ins Spiel gegangen Kim Lehr zog wie gewohnt gekonnt die Fäden im Florstädter Angriff. Neben ihm sorgten Hendrik zur Heiden und Yannik Wenisch auf den Halbpositionen für den nötigen Druck auf die gegnerische Abwehr.

»Das haben sie heute gut gemacht und sich vor allem von einigen Fehlwürfen nicht entmutigen lassen«, zollte ihnen Heidl Lob. Das Wort »Befreiungsschlag« wollte er nach dem Spiel nicht in den Mund nehmen. »Aber dieser Sieg war ein Schritt in die richtige Richtung«, erklärte Heidl. »Wenn wir diesen Weg in der nächsten Woche weiter gehen, können wir den restlichen Hinrundenspielen gelassener entgegen sehen«, führte der Betreuer aus. Sein Blick richtet sich auf das Gastspiel der HSG Pohlheim II am Samstag, das seine MSG als ein weiteres Vier-Punkte-Spiel ausgerufen hat. Stattfinden wird das Match in der Echzeller Kurt-Moosdorf-Halle.

TuS Vollnkirchen: Müller, Syring; Hanika (2), Friedrich (4), Blücher, Droß, Ruppert (2/2), Planer (6), Schindowski (3/2), Stöhr, Repp (4), Wilhelmi (1).

MSG Florstadt/Gettenau: Büttner, Korn; Wagner (2) Neuhalfen (2), Lux, Baumgartl (3), Glaub (1), Sacks, Starck (1), Zur Heiden (7), Wenisch (6), Lehr (8/6), Potschka.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Kern/Schmidt (Lumdatal). – Siebenmeter: 5/4 – 7/6. – Strafzeiten: 6 Min. – 6 Min. – Zuschauer: 50.


Wetterauer Zeitung