
Männer Bezirksliga
2025/2026
16. Spieltag
Der Bezirksligist gewinnt das Kellerduell gegen den SV Stockhausen, wobei der Verlierer mit dem Schiedsrichter hadert. Der TV Hüttenberg III schlittert derweil in eine Krise.
Wetzlar. Weiterhin auf der Erfolgswelle in der Männerhandball-Bezirksliga surft die HSG Dilltal II. Das Team von Trainer Michael Zehner gewann auch bei der HSG Grünberg/Mücke und schob sich nach dem dritten Sieg in Folge ins Mittelfeld. Einen ganz wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt feierte die KSG Bieber, die sich gegen den SV Stockhausen durchsetzte und nun bereits einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Aufsteiger aufweist.
Während der TuS Vollnkirchen als Spitzenreiter weiterhin ohne Punktverlust blieb, kassierte der Tabellendritte TV Hüttenberg III die zweite Niederlage in Folge.
MSG Florstadt/Gettenau – MSG Rechtenbach/Wetzlar 31:25 (18:14): Die mittlerweile sechste Niederlage in Serie zeichnete sich zunächst nicht ab, denn beim 11:9 (18.) durch Tim Wilhelm sah es gut aus für Rechtenbach/Wetzlar. Doch während die Hausherren bis zur Pause noch neun Mal trafen, gelangen den Gästen nur drei Treffer (18:14). Und weil bis zur 45. Minute auch nur noch drei weitere hinzukamen, hatte Florstadt/Gettenau den Sieg beim 25:17 eigentlich schon eingefahren. „Knapp 20 Minuten lang war das völlig okay, danach eines der schwächsten Spiele der Saison. Wir hatten unheimlich viele technische Fehler und leichte Ballverluste, wodurch wir Florstadt zu Toren eingeladen haben. Jetzt stecken wir im Abstiegskampf und brauchen gegen Bieber dringend zwei Punkte“, so MSG-Coach Jens Hohaus. Tore Rechtenbach/Wetzlar: Cislaghi (1), Wirth (4), Friedrichs (4), Leimann (1), Kundt (1), Bamberger (2), Stanzel (1), Wilhelm (5), Mäß (3), Reinhardt (3/1).
KSG Bieber – SV Stockhausen 34:31 (19:15): „Uns war von vorneherein klar, dass Stockhausen motiviert sein und es ein kampfbetontes Spiel werden wird. Wir haben den Kampf angenommen, kamen endlich mal besser aus der Pause, konnten unseren Vorsprung halten und den Sieg eintüten. Das waren natürlich ganz wichtige zwei Punkte“, freute sich Biebers Laura Rabenau.
Bis zum 8:6 (12.) hatte Stockhausen vorgelegt, ab dem 10:9 (18.) von Marcel Herrmann gab die KSG die Führung nicht mehr ab. Bis zur Pause hatte sich das Team von Trainer Dino Dragicevic auf 19:15 abgesetzt und startete diesmal auch gut in Hälfte zwei. Nach 40 Minuten hatte Janne Schiller zum 28:22 getroffen, was schon der Vorentscheidung gleichkam.„Die Jungs haben tapfer gekämpft, zum wiederholten Mal hat es leider nicht gereicht. Auch weil die Schiedsrichter völlig mit zweierlei Maß gemessen haben. Da waren viele komplett falsche Entscheidungen gegen uns dabei, einige Gesichtstreffer des Gegners wurden überhaupt nicht geahndet. Aber vielleicht ist dies das Lehrgeld, das wir als Aufsteiger in dieser Liga bezahlen müssen“, betonte SVS-Trainer Michael Hakel. Tore Bieber: Herrmann (3), Wagner (9/5), Kipping (1), Keiner (6), Schiller (3), Ben Bender (5), Chris Bender (3), Hoffmann (2), Rinn (2) – Tore Stockhausen: Herrmann (3), Schomburg (1), Rühl (2), Mathis Erkel (5), Bremond (1), Hiesberger (5/2), Schweitzer (1), Mewes (5/1), Gerhardt (2), Jonas Erkel (6). HSG Grünberg/Mücke – HSG Dilltal II 24:30 (15:17): „Obwohl wir dezimiert waren und auch Spieler aus der dritten Mannschaft einsetzen mussten, haben die Jungs nach holprigem Beginn mit- und füreinander und um jeden Ball gekämpft. Sie haben die Vorgaben hervorragend umgesetzt, es war wirklich eine herausragende Mannschaftsleistung“, freute sich Dilltals Trainer Michael Zehner.
Die erste Viertelstunde ging noch an die Gastgeber (9:6), wenig später lag Dilltal II aber schon wieder gleichauf. Vor der Pause übernahm die Zehner-Truppe dann die Führung (15:13) und baute diese zu Beginn der zweiten Halbzeit weiter aus (20:16). Und wirklich gefährlich wurde Grünberg/Mücke den Gästen nicht mehr, nach dem 24:21 (51.) zog Dilltal II auf 26:21 (53.) davon und hatte damit den dritten Sieg in Folge eingefahren.
Tore Dilltal: Kraft (2), Werner (6), Roth (3/3), Godow (4), Altenkirch (7), Wehr (8).
TuS Vollnkirchen – HSG Marburg 38:34 (19:18): In der ersten Halbzeit lag Vollnkirchen nur beim 2:3 zurück, konnte sich aber erst beim 15:12 (22.) etwas absetzen. Zur Pause war Marburg wieder dran (18:19), auch beim 22:22 (35.) war noch alles offen. Danach spielte der Spitzenreiter aber stark auf, zog auf 27:23 (41.) und 34:26 (50.) davon und hatte den Sieg damit eingetütet.
Knapper wurde es erst gegen Ende, in Gefahr geriet der 16. Erfolg aber nicht mehr. „Aufgrund von Kranken und Verletzten hatten wir eine miserable Trainingswoche, in der ersten Halbzeit haben ein paar Prozent gefehlt. Aber auch wenn es nicht unser bestes Spiel war, haben wir in der Phase nach der Pause richtig stark gespielt und einen verdienten Sieg gefeiert. 34 Gegentore waren mir trotzdem etwas viel“, sagte TuS-Trainer Michael Bepler.
Tore Vollnkirchen: Sommer (1), Ulm (2), Ruppert (3), Bernhardt (4), Timmermann (8/4), Ahl (4), Weller (5), Vogel (5), Schneider (6).
HSG Gedern/Nidda – TV Hüttenberg III 37:27 (13:12): Nach gut 13 Minuten lief für Hüttenberg III alles nach Plan (8:5), auch beim 11:9 (24.) hatte die Führung noch Bestand. Diese gaben die Gäste aber schon bis zur Pause her (12:13) und blieben dann nur noch bis zum 15:16 (34.) in Schlagdistanz. Im Anschluss zog Gedern/Nidda auf 21:16 (38) davon.Nach dem 19:22 (42.) von Max Lohrey erlaubte sich der TVH einen bitteren 0:7-Lauf (50.) und war beim 19:29 aussichtslos in Rückstand geraten. „Wir waren gut im Spiel, nach 25 Minuten kam aber der Bruch. Nach der Pause wollten wir besser machen, was wir vorher schlecht gemacht haben, aber wir haben es noch schlechter gemacht. Egal, was wir probiert haben, nichts hat funktioniert“, so TVH-Coach Jan Michels ernüchterndes Fazit.
Tore Hüttenberg III: Lohrey (1), Langsdorf (2), Müller (2), Zörb (2), Kummer (4), Faber (1), Kassabaum (10), Franke (2/1), Weiß (3).