
Männer Bezirksliga
2025/2026
19. Spieltag
Der Handball-Bezirksligist muss sich erstmals geschlagen geben. Und das gegen eine formstarke Mannschaft. Unterdessen hadern zwei heimische Teams mit den Schiedsrichtern.
Wetzlar. Im 19. Saisonspiel hat der TuS Vollnkirchen in der Männerhandball-Bezirksliga die erste Saisonniederlage einstecken müssen, sein Sechs-Punkte-Polster aber dennoch behaupten können. Am Samstagabend zog das dezimierte Team von Michael Bepler bei der formstarken HSG Gedern/Nidda knapp mit 25:26 den Kürzeren, bekam tags darauf aber Schützenhilfe vom „Nachbarn“ TV Hüttenberg III, der im Topspiel den Zweiten HSG Eibelshausen/Ewersbach mit 22:20 bezwang.
Klar auf dem Weg Richtung Klassenerhalt befinden sich nach ihren Siegen Rechtenbach/Wetzlar und Dilltal II, während Bieber und Stockhausen nach ihren Niederlagen weiter in arger Bedrängnis sind.
HSG Dilltal II – HSG Großen-Buseck/Beuern 31:30 (13:15): Eine dramatische Partie sahen die Zuschauer in Werdorf. Die Gastgeber starteten schwach (2:7, 9.), kämpften sich nach dem 8:13 (26.) bis zur Pause aber immerhin auf 13:15 heran. Beim 20:20 (41.) war der Ausgleich hergestellt, doch in Führung ging Dilltal II in der Phase darauf nie. Großen-Buseck/Beuern legte immer wieder vor (22:20, 43., 26:24, 52., 30:28, 57.), machte den Sack aber nicht zu.
Mit großer Moral kämpften sich die Hausherren durch Luis Reuschling und Finn Augustin zum 30:30-Ausgleich und gingen in der Schlusssekunde durch das Tor von Till Stockenhofen zum ersten und einzigen Mal in Führung. „Wir sind immer hinterhergelaufen, haben in Hälfte zwei aber die Fehler Busecks besser ausgenutzt. Es war nicht überzeugend, sondern glücklich, aber letztlich lagen wir zum richtigen Zeitpunkt vorne“, freute sich Dilltals Trainer Michael Zehner. Tore Dilltal: Reuschling (6), Freund (1), Werner (4), Augustin (6/2), Stockenhofen (6), Hase (2), Wehr (6).
HSG Gedern/Nidda – TuS Vollnkirchen 26:25 (14:11): Jetzt hat es auch den TuS erwischt, der die Schlappe ob des Hüttenberger Sieges aber gut verkraften konnte. Gedern/Nidda, das auf dem Parkett nun den elften Sieg in Folge eingefahren hat, agierte von Beginn an auf Augenhöhe und setzte sich nach dem 9:9 ab. Nach dem 11:15-Rückstand kam Vollnkirchen aber stark zurück, glich aus (17:17) und lag auch kurz vor Schluss noch vorne.Das 25:24 von Nils Lindenstruth 180 Sekunden vor dem Ende blieb aber das letzte TuS-Tor, sodass Matthias Weber sein Team in der Schlussminute noch zum Sieg warf. „Ich bin stolz auf die Leistung, am Ende sind wir aber doch niedergeschlagen. Wir hatten nur sechseinhalb fitte Feldspieler dabei und haben der formstärksten Mannschaft 60 Minuten Paroli geboten“, sagte TuS-Trainer Michael Bepler.
Tore Vollnkirchen: Dürl (2), Ulm (1), Moritz Lindenstruth (6), Vogel (3/1), Nils Lindenstruth (4), Weller (4), Schneider (5). HSG Marburg – KSG Bieber 38:29 (21:13): „Unser Angriff war echt in Ordnung, aber defensiv haben wir praktisch jeden Zweikampf verloren. Das muss gegen Södel anders werden, wenn wir kommende Woche die Punkte holen wollen“, resümierte Biebers Sprecherin Laura Rabenau. In Marburg geriet die KSG nach dem 5:5 (7.) schnell mit 7:11 ins Hintertreffen und bekam die Defensive nicht geschlossen. Nach 21 Gegentoren in den ersten 30 Minuten war das Spiel gelaufen (13:21).
Tore Bieber: Herrmann (2), Saul (1), Wagner (4), Limpert (5), Kipping (4), Valentin (4), Schiller (3), Chris Bender (1), Hoffmann (1), Rinn (2), Kunert (2).
SV Stockhausen – MSG Rechtenbach/Wetzlar 32:34 (17:15): „Wir haben alles reingeworfen, was wir hatten. Obwohl uns ein paar Spieler gefehlt haben, waren wir nah dran an einem Erfolg. Wir waren uns heute aber mit Rechtenbach/Wetzlar einig, dass die Schiedsrichter Härte in das Spiel gebracht und es letztlich auch entschieden haben“, fand SVS-Trainer Michael Hakel klare Worte.
Nach einer Viertelstunde lagen die Gäste vorne (11:9), zur Pause dann die Gastgeber (17:15). Diese führten in Hälfte zwei zeitweise mit vier Toren (24:20, 27:23), die MSG kam gegen Ende aber immer näher. Nach dem 30:31-Rückstand (56.) drehte Rechtenbach/Wetzlar in Überzahl die Partie, zog auf 34:31 (59.) davon und hatte den Sieg damit eingefahren. „Es war ein überhartes Spiel, in dem dies die Schiedsrichter nicht unterbunden und zu viel zugelassen haben. Resultat war je ein Verletzter auf beiden Seiten. Ich bin zufrieden mit dem Kampfgeist, der Moral und natürlich mit den zwei Punkten“, so MSG-Trainer Jens Hohaus.
Tore Stockhausen: Herrmann (1), Müller (3), Mathis Erkel (2), Fischer (4), Hiesberger (6/4), Gerhardt (5), Jonas Erkel (9), Schmitz (2).
Tore Rechtenbach/Wetzlar: Leimann (5), Dönges (5), Friedrichs (4), Louven (2), Kundt (2), Neumann (1), Mohr (4), Stanzel (3/1), Wilhelm (2), Reinhardt (6/2).
TV Hüttenberg III – HSG Eibelshausen/Ewersbach 22:20 (10:9): „Es war ein kampfbetontes und gutklassiges Bezirksliga-Spiel. Wie anhand des Ergebnisses zu erkennen ist, wurde das Spiel durch die Abwehrreihen dominiert. Wir haben richtig stark gedeckt und das Match dadurch am Ende drehen können“, freute sich TVH-Coach Jan Michel. Dessen Team rannte beim 4:7 (17.) klar hinterher, gestattete dem Zweiten bis zur Pause dann aber nur noch zwei Tore (10:9). Gleiches Bild in Hälfte zwei, denn Eibelhausen/Ewersbach legte wieder vor (18:16, 46.), erzielte gegen die starke TVH-Deckung danach aber erneut nur zwei Tore. So konnte Hüttenberg ausgleichen (18:18, 20:20) und durch Nils Malo und Max Mackenrodt die entscheidenden Treffer zum 22:20-Sieg setzen.
Tore Hüttenberg: Müller (2), Malo (4/3), Kummer (6), Machleit (2), Mackenrodt (2), Stankewitz (4), Weber (2).